Freitag, 23. Januar 2009

Nach dem Weihnachsturlaub war unsere Anlage am Werk erst mal für ein paar Tage im Streik. Wie sich herausstellte verliert die Siemenssteuerung nach einer längeren Phase im Stillstand intern die notwendige Batteriespannung, und damit die Programmeinstellungen. Darüber hinaus sind trotz Frostschutz zwei Leitungen eingefroren. Nach ein paar Stunden Arbeit lief die Anlage wieder.

Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich das Team und damit das Unternehmen zum Holzvergaser Experten weiter entwickelt. An unterschiedlichen Stellen wird optimiert, gelernt, Problem erkannt und abgestellt. Auch die Optimierungsvorschläge der Experten, Herr Joos und Herr Geiger werden immer wieder aufgenommen und im wesendlichen umgesetzt.

Die erste Anlage beim Kunden läuft, allerdings noch nicht gut genug. Zu oft schaltet die Anlage noch ab. Im Laufe der nächsten Woche erwarten wir einen guten Betrieb. Herrn Schmidt ist ein sehr angenehmer Kunde der uns bei den Anfangsschwierigkeiten gut entgegen kommt. Ihm merkt man die Freude an der Sache an und in der kurzen Zeit hat er sich schon sehr viel Holzvergaser wissen aufgebaut. Im Team haben wir den Ergeiz den Kunden schnell zufrieden zu stellen!

Das Interesse von Kunden steigt von Tag zu Tag. Im Durchschnitt melden sich 5 Neukunden am Tag. Viele haben die Erwartung, dass wir uns intensiv um sie kümmern können. Es gibt im Markt Beispiele wo sich die Unternehmen im Holzvergaser Bereich sehr früh auf den Vertrieb konzentriert haben. Es wurde Prospekt Material erzeugt und auf Messen gegangen. Viele Kundengespräche geführt. Die Anlagentechnik ist bis heute nicht im Feld. Wir konzentrieren uns jetzt auf die aktuellen Kunden und Anlagen, auch auf die Gefahr hin den einen oder anderen Kunden zu verprellen. Ich hoffe Sie haben dafür Verständnis.

Am Dienstag haben wir unsere Anlage am Haus ohne besondere Umstellungen mit Pellets betrieben. Da kam richtig Leistung raus. Zwar müssten wir für den Dauerbetrieb noch Entwicklungsarbeit leisten, aber die ersten Ergebnisse waren vielversprechend. Vielleicht fahren wir doch schon bald mit unserem Fuhrpark mit Holzgas. Da unser Hauptgeschäft das Produzieren von Pelletsheizungen ist, sind wir natürlich von dem Potential der Pellets überzeugt. Ist auch das Ergebnis vieler Recherchen.
Interessant ist die Betrachtung der Kostenseite.










Den Nachteil in der Kostenseite machen wie bei der Pelletsheizung folgende Punkte wieder Wett.
Einfach, automatische Befüllung, Einfacher Transport, Homogener Brennstoff,
Anlagentechnik deutlich einfacher damit weniger Invest.

Gerade für Industriebetriebe ist das in der Zukunft ideal.

Mittwoch, 7. Januar 2009

Erst mal möchte ich mich bei allen Lesern herzlichen für Ihr Interesse bedanken. Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2009 alles Gute, und das all Ihre Projekte erfolgreich laufen.

Am 16.12.2008 hat die erste Kundenanlage das Werk verlassen.

Der Einbau Vorort nahm noch einige Tage in Anspruch. Die Inbetriebnahme erfolgte zwischen Weihnachten und Neujahr. Seitdem läuft die Anlage und produziert auch ordentlich Wärme. An dem Wochenende 14-15 März findet auf dem Hof der Hofgemeinschaft Heggelbach voraussichtlich eine Veranstaltung zum Thema Holzvergaser statt. Der Kunde wünscht auch bis dahin nicht direkt kontaktiert zu werden. Wir informieren über diesen Blog.

IN EIGENER SACHE:

Unsere Planung zum Holzvergaser:

Für die ersten Anlagen stehen die Kunden fest. Diese Anlagen werden wir bis Ende Mai bei den Kunden installieren. Wobei im Januar und Februar drei weiter Anlagen raus gehen. Obwohl das Konzept an sich gleich geblieben ist, sind zur ersten Anlagen viele Verbesserungen und Erleichterungen eingeflossen. Je nachdem wie die nächsten Wochen laufen werden wir im Mai entscheiden, ob wir dieses Jahr noch weitere Anlagen in den Markt bringen. Wir bitten an dieser Stelle um Ihr Verständnis, dass wir im Bereich Vertrieb uns noch nicht aufstellen. So wollen wir über den Blog informieren was bei uns los ist, und geben Ihnen weiterhin jeden ersten Montag im Monat die Möglichkeit sich Vorort zu informieren. Konkrete Kundengespräch die ins Detail gehen sollten wir führen, wenn die Anlagen im Feld robust laufen.

Messung durch das LFU:

Die letzte Messung Vorort hat noch nicht die gewünschten und von uns erwarteten Messwerte erbracht. Mit Änderungen am Gasmischer ergaben sich gleich nach der Messung Verbesserungen. Wir gehen davon aus, dass wir mit den Erkenntnissen aus der Messung Optimierungen in den nächsten Wochen erarbeiten, mit dem Ziel bereits im Januar die geforderten Grenzwerte sicher zu unterbieten.

Montag, 1. Dezember 2008

da ich unterwegs war, melde ich mich nach einigen Wochen Unterbrechung wieder. Die angekündigten Messungen haben in der vergangenen Woche statt gefunden und waren aus unserer Sicht ein voller Erfolg. Das Team hat eine sehr gute Leistung erbracht. Die kritischen Messwerte CO, NOx und Benzol liegen sehr gut. Wie sie in die gesetzte Landschaft passen wird sich in den nächsten Wochen herausstellen. Für die Genehmigung von Anlagen sehen wir keine Hürden mehr. Jetzt geht es noch darum ob wir die volle Förderung durch die BAFA erlangen.


Die Auslieferung der ersten Anlage ist jetzt fest für Montag nächste Woche geplant. Gerade in einer Projektphase wie jetzt kommt es immer wieder zu Zeitverzögerungen durch ungeplante Ereignisse. Und meist wird gerade der Aufwand im Bereich der Software immer deutlich unterschätzt. Die durchgeführten Programmierungen sind jedoch sehr überzeugend. So reinigen sich mittlerweile Rost und Filter nur noch nach Bedarf. Wir nehmen die Drücke an unterschiedlichen Stellen auf, und nur noch bei Veränderung bewegen sich die Motoren. Das spart Strom, erhöht die Lebensdauer, reduziert den Kohleanfall und schont besonders das Verschleißteil Filter. Das Zünden der Anlage erfolgt im Normalbetrieb mittlerweile voll automatisch, ohne Fackelbetrieb. Dieser ist nur noch für den Servicefall vorgesehen.


Der Kunden für die erste Anlage ist die Hofgemeinschaft www.Hofgemeinschaft-Heggelbach.de . Herr Schmidt ist hier der Motor für die Umsetzung des Projekts auf den Biobauernhof. Die Gruppe hat uns bei den Besuchen sehr angenehm aufgenommen und durch Ihre ganzheitliche Philosophie sehr überzeugt. Hier wird die Anlage auch richtig Stunden machen, da das Wärmekonzept hier über das ganze Jahr einen Wärmebedarf von 6500 Stunden vorsieht. Die Hofgemeinschaft hat Ihren Sitz in der Nähe vom Bodensee. Für das Früher ist auch ein Tag der offenen Tür geplant. Dort können Sie dann direkt den Erfahrungsbericht vor Ort erfragen.


Der zweite Kunde ist Herr Sepp Braun. www.Nachhaltige-Landnutzung.de Landwirt aus dem Bereich Freising. Auch hier handelt es sich um einen Biobauernhof. Herr Braun verfolgt einen faszinierenden ganzheitlichen Ansatz, über diese er selber in Vorträgen und Fernsehbeträgen berichtet. Auch hier hat die Anlage ordentlich zu tun übers Jahr. Damit für die Heutrocknung kurzfristig große Energiemengen zur Verfügung stehen wurde ein Pufferspeicher von 36 m³ installiert.


Die Basisanlage an unserem Standort hat den Sprung über die 1900 Stunden geschafft. Läuft im „Störungsfreiem – Nebenbei – Betrieb“ und heizt mit der Abwärme die Produktionshallen.

Montag, 3. November 2008


Seit ca. zwei Wochen wird die erste Serienanlage eingefahren. Der neue Motor, ein BHKW der Firma Weigel, ist mit Katalysator ausgestattet. In den nächsten Wochen findet auch einen weitere Messung durch das LFU statt. Dabei rechnen wir, dass wir mit den Werten die TA Luft erreichen und dadurch die Anlagen zusätzlich mit ca. 10.000 Euro gefördert werden. Die Bilder zeigen die Gasflamme bei ca. 120 kW Leistung.



Das erste Test Modul läuft weiterhin stabil. Wird morgens mittels Glühstab gezündet und schaltet abends um 18.00 Uhr ab. Sie hat in der zwischen Zeit für ca.10.000 Euro Strom eingespeist.

Dienstag, 14. Oktober 2008


Wie angekündigt hier das Ergebnis der Untersuchung vom LFU. Dabei handelte es sich um eine orientierende Messung.

Original Zitat aus der „Zusammenfassung der Messergebnisse“

„Die relativ geringen Konzentrationen an organischen Stoffen (angegeben als Gesamt-Kohlen­stoff) geben zur Hoffnung Anlass, dass durch Nachschaltung eines Oxidationskatalysators der in der TA Luft für Benzol genannte Emissionswert von 1 mg/m³ im Motorenabgas eingehalten werden kann. Damit dürfte auch der CO-Emissionswert (1,0 g/m³) für Fremdzündungsmotoren, der in Nr. 5.4.1.4 der TA Luft für Biogasmotoren < 3 MW genannt ist und aus unserer Sicht für immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Holzgasmotoren herangezogen werden kann, eingehalten werden. Zur Einhaltung des entsprechenden NOx-Emissionswertes (0,50 g/m³) müssen allerdings noch Verbesserungen erfolgen.“

Vor der Messung wurden am Motor keine Maßnahmen durchgeführt, um die Emissionswerte zu optimieren. Daher ist das Ergebnis dieser Messung für uns ein schöner Erfolg.

Dienstag, 30. September 2008

Die erste Anlage ist kurz vor der Fertigstellung und wird in eine andere Produktionshalle verlagert. Dort wird die Anlage ihre ersten Stunden laufen. Der „alte Holzvergaser“ läuft im Tagebetrieb und ist mittlerweile über 1600 Stunden. Die letzten Wochen waren wieder sehr stabil. Morgens, wenn es nicht gerade in der Produktion brennt, wird die Anlage gestartet und schaltet abends, Punkt 18.00 Uhr ab. Da ich immer wieder gefragt werde, wie wird sich der Vergaser verändern, wenn wir die nächste Generation bauen. Im Prinzip gar nicht. Das Vergasungskonzept steht, und so wie Herr Joos es entwickelt hat bleibt es in den Grundzügen bestehen. Wenn wir den aktuell im Probebetrieb befindlichen Holzvergaser (Index1) mit der im Bau befindlichen (Index2) Serie vergleichen sind die wesentlichen Komponenten gleich geblieben. Was sich verändert hat ist die Anordnung der Komponenten. Viel Know How und Leidenschaft bringen hier die Mitarbeiter ein, um den Spanner-Joos-Vergaser für den Praxisbetrieb leichter für die Wartung zu machen. Das alle notwendigen Stellen leicht zugänglich sind. Hier gehen Praxis Erfahrungen aus dem Testbetrieb eins zu eins in die Serie ein.

Montag, 1. September 2008

Einblick in die Fertigung

Kurzer Blick in die Fertigung der Holzvergaser. Schrittweise wird hier ein Fertigungslos von 6 Einheiten produziert.

Die Fertigstellung der nächsten Anlage ist für den September geplant.