Freitag, 15. Februar 2008

Neues vom Holzvergaser

15.02.2008

der Holzvergaser ist wieder zurück im Tagesbetrieb. Nachbarn können sich für das Motorengeräusch bei weiten nicht so begeistern wie wir :-)
In den nächsten Tagen unternehmen wir Geräuschreduzierungen. Wenn notwendig kommt er an einen neuen Standort. (Containerlösung!)




14.02.2008

Die Versuchreihen am Holzvergaser laufen planmäßig. Gestern wurde er auf 24 Stunden Betrieb umgestellt. Seitdem läuft das System durch. Damit steigen die Stunden jetzt jeden Tag deutlich. Bisher hat das System 100 Nutzungsstunden. Auf Grund der positiven Ergebnisse aus diesen Anlagen und aus den anderen Joos Vergaseranlagen, suchen wir jetzt drei Partner für den Feldtest. Auslieferung erfolgt im August. Bis dahin solten 2000 Teststunden auf unserer Anlage erreicht sein.

Der Fackelbetrieb auf den Fotos unten zeigt einmal das Gas vor dem Filter (große Flamme) und das Gas nach dem Filter (kleine
Flamme, kaum zu sehen)
Vor dem Filter wird das Flammenbild durch Kohle und Asche, die mit dem Gasstrom aus dem Vergaser kommen, beeinflusst. (nicht durch Teer!)

Montag, 11. Februar 2008

Informationsveranstaltung der Holzgasanlage in unserem Haus


Am 14. Februar 2008 findet ab 15:30 Uhr im Unternehmen Spanner Re² GmbH eine Informationsveranstaltung zu unserer Holzgasanlage statt.

Hauptbestandteil ist die Besichtigung und Erklärung der Funktionsweise des Holzvergasers.

Wir freuen uns, die Berufsschule Straubing in unseren Hause begrüßen zu dürfen.

Dienstag, 22. Januar 2008

Bitte auf das Bild klicken!
Neue Bilder vom Holzvergaser

Montag, 7. Januar 2008

Die Bilder (weiter unten) zeigen einen Holzvergaser, der auf Basis des Joos Holzvergaser erbaut wurde. Drei Firmen arbeiten hier zusammen. Die Spanner RE² GmbH. Das ist ein Unternehmen der Spanner Gruppe. www.spanner.de In der Spanner RE² GmbH produzieren wir für unterschiedliche Kunden komplette Biomasse Heizsysteme. Unter anderem Pelletsheizungen für die Firma Biotech. In das Projekt des Holzvergaser bringen wir Fertigungs.- und Entwicklungs Know How ein. Die Biotech GmbH aus Salzburg ist auch ein Partner in diesem Projekt. www.pelletsworld.com. Ihre Kernkompetenz in diesen Bereich ist zur Zeit die Steuerung. In der Zukunft sich auch der Vertrieb dieser Anlagen. Der dritte im Bunde ist das Unternehmen Stahlbau Amerika GmbH. Dieses Unternehmen stellte die Zeichnungen und den Motor zur Verfügung.
Seit Jahren beobachten wir den Markt der Holzvergaser. Wir kennen den derzeitigen Stand der Entwicklungen und sind uns der Schwierigkeiten bewusst. Trotzdem, oder grade deshalb sind wir vom Konzept Herr Joos überzeugt. Neben einigen versteckten Details, ist die Innovation an diesem Konzept der kontrollierte Glutraum. Durch diesen muss das gesamte Gas, wodurch der komplette Teer gekrackt wird. Somit entsteht bei diesen Vergaserkonzept kein Teer. Wir wissen, dass an dieser Stelle viele Experten mit Ihren Erfahrungen abwinken. Der generelle Ansatz ist, Holzgas ist in diesen Konzepten nur mit Teer herzustellen und damit ist immer einen aufwendige Reinigung vor zu sehen. Da gehen wir mit den Erfahrungen von Herrn Joos neue Wege. Damit lassen sich Vergaser im Bereich von 30 – 50 KW herstellen. Bei einem Leistungspreis von 3000 Euro je KW lassen sich in kleinen dezentralen Anlagen vernünftige Renditen erwirtschaften. Gerade wenn auch die Wärme Sinnvoll genutzt werden kann.
Terminschiene.
Ende 2007 hat der Vergaser bei uns am Standort bereits ca. 40 Stunden Gas produziert und ist ca. 10 Stunden auf Motor gelaufen. Hier waren auch schon die ersten Besuche vor Ort. Bis zur KW 4 werden noch einige Test Intervalle durchgeführt und die Steuerung fertig programmiert. Ab der KW 4 sind dann mehrere Langzeittest vorgesehen. Diese werden dann auch per Webcam zu sehen sein. Bei positiven Ergebnissen, werden wir mit ca. 5 – 10 Partner aus der Umgebung die ersten Anlagen ins Feld bringen.
Stand der Holzvergaser (nach dem Joos Konzept) im Feld:
Da Herr Joos schon sein einiger Zeit seinen Zeichnungssatz verkauft, sind im Feld einige Anlagen nach dem Joos Konzept zu finden. Zum Teil laufen diese mit zum Teil beachtlichen Stundenzahlen. Wir werden in den nächsten Wochen bei einigen dieser Anlagen vor Ort sein, um voneinander zu lernen.
Generell gilt zu sagen, dass wir mit den Konzept ein sehr viel versprechenden Weg eingeschlagen haben. Es ist ein schau, ein tolles Gefühl, zu sehen, wie aus den Container vor unseren Büros der weiße Rauch aus dem Auspuff aufsteigt, und der Motor ca. 30 kw Leistung erzeugt. Und das aus Hackschnitzel. Einfach handelsübliche Hackschnitzel ….
Wir halten sie über den Stand der Entwicklungen am Laufen!

Gruß

Thomas Bleul

Dienstag, 18. Dezember 2007

Aufbau des Holzvergaser´s

Aufstellung des Holzvergaser/Container

Links = Holzvergasercontainer, Rechts = Füllraum/Behälter mit Hackschnitzel


Montag, 22. Oktober 2007

Themen rund um den Holzvergaser

Holzvergaser, wo er steht? was er kann? und wo die Zukunft hin geht?

Holzvergaser haben eine lange Geschichte und wenn man im Kreis älterer Menschen, die vielleicht den Krieg oder zumindest die Nachkriegszeit mit erlebt haben über das Thema spricht, so hört man Geschichten. Wie man mit diesen Geräten gefahren ist, wie lange man brauchte um den Motor in Gang zu bringen, was man unternehmen mußte, um die Motoren am laufen zu halten, die komplizierte Reinigung und und und … viele Aufgaben und doch eine Sympathie die heute noch Menschen motiviert in privaten Werkstätten Stunden und Tage zu verbringen um diesen Prozess im Dauerlauf in Betrieb zu bekommen.

Wie funktioniert nun so ein Holzvergaser?
Holz selber muß um zu verbrennen erst vom festen über den flüssigen in den gasförmigen Zustand übergehen. Das bedeutet eigentlich, daß Holz selber gar nicht brennt. Erst unter Hitze entweicht Holzgas, was unter der Zufuhr von Sauerstoff verbrennen kann. Trennt man diesen Prozess, so entsteht zum Beispiel in einem Reaktor durch Hitze Einfuß Holzgas. Dieses Holzgas kann ähnlich wie Erdgas oder Benzin einen Motor betreiben.
Die Öko Bilanz
Das wir im Bereich der regenerativen Energien große und schnelle Schritte machen müssen und werden ist unbestritten. Große Anteile am gesamt Primär Energieverbrauch lassen sich nur im Verbund unterschiedlicher Lösungen erreichen. So werden die unterschiedlichen erneuerbaren Energien im ersten Schritt gemeinsam auftreten, aber schon nach kurzer Zeit im Wettbewerb stehen. Um für mich eine Vergleichbarkeit zu haben, ziehe ich in Öl umgerechnete Werte vor. Wobei der Liter Pflanzenöl oder Fossiles Öl im Energiewert durchaus gleich zu setzten ist. (waren ja auch mal Pflanzen). Alle Werte hier sind ca. Werte aus unterschiedlichen Quellen und Feldversuchen. Sie dienen zur Richtungsweisung.
Biodiesel wird aus Rapsöl gewonnen. Aus einem Hektar Feld lassen sich incl. Düngung ca. 1500 Öl erwirtschaften. Hinzu kommt, dass ca. 60 % der Ackerfrucht als Futtermittel übrig bleiben. Abzuziehen sind Bewirtschaftung, Pressen, Verestern, etc. Damit bleibt der Biodiesel bei maximal 1000 Liter pro Hektar stehen. Rapsöl kann man bei ca. 1500 Liter lassen. Biogas Anlagen erwirtschaften mittlerweile über 6000 Liter pro Hektar und Jahr. Ethanol aus der Ganzpflanzen, (dieser Prozess ist in der Entwicklung) wird bei ca. 5000 Liter und Jahr liegen. Darüber hinaus sind in der Entwicklung Anlagen, die jede Biomasse in Synthese Gas umwandeln. Daraus lassen sich nach belieben Wasserstoff, Sundiesel, BTL Kraftstoffe erstellen. Die Feldleistungen liegen dann heute schon bei 8-10 Liter pro Hektar und Jahr. Und wo ist da der Holzvergaser. Junger Wald, oder schnell wachsende Bäume wie Pappel oder Wieden liegen im Zuwachs bei 5000 Liter pro Jahr. Damit fällt er raus, oder? Nun, wir sind der Überzeugung nein. Für Ihn sprechen,
kleine, dezentrale Anlagen. (30 kw Elektrische Leistung, 50 kw Wärmeleistung)
Holz kann in gesunden Mischkulturen angebaut werden.
Keine Düngungen der Flächen notwendig,
Artenvielfalt auf den Ackerflächen.
Abfall Holz finden Verwendung.
Ernten nach Bedarf möglich.
Das System kann Wärmegeführt gefahren werden. (Ähnlich wie beim Tanzen, gibt es immer jemanden der führen muß. Herkömmlichen Biogasanlagen laufen rund um die Uhr und bieten heute (auch daran arbeiten man schon) kaum Möglichkeiten auf den schwankenden Strombedarf einzugehen. Die Anlagen werden konstant Stromgeführt gefahren. Wenn die anfallenden Wärme von ca. 60% genutzt werden kann, ist es gut, wenn nicht wird Sie ohne Verwertung abgegeben. Bei Wärmegeführt wird die Anlage betrieben, wenn Wärme benötigt wird, zum Beispiel um ein Haus zu heizen. Damit fahren die Anlagen mit einem Wirkungsgrad von ca. 90 %. )

Markt Heute:
Laut Auskunft Regierung Bayern gibt es heute in Bayern ca. 140 Holzvergaser Anlagen. Davon funktionieren ca. 25 Anlagen ausreichend gut. Obwohl in den letzten Jahren große Mengen an Fördergeldern in die Entwicklung geflossen sind, ist dieses Ergebnis ernüchternd. Eine Technologie, die wir schon vor 60 Jahren zur Fortbewegung eingesetzt haben, bekommen wir heute nicht zum Durchbruch? Ein Transport früher brachte es auf einen Stundenleistung pro Jahr von ca. 400 Stunden. Heute Autos laufen im Vergleich ca. 250 Stunden pro Jahr. Von einem Holzvergaser zur Stromgewinnung erwarten wir 8000 Stunden pro Jahr Dauerbetrieb. Damit besteht die Kunst nicht im einmaligen laufen lassen von einen Motor, sondern im Dauerbetrieb.
Die Aufgaben sind:
-> Holz in Form von Hackschnitzeln ist ein sehr inhomogener Brennstoff
-> Bei der Holzvergasung kann Teer entstehen. Dieser ist sehr schädlich für den Motor
-> Entweder die Vergasung von Holz in den Griff bekommen, oder das Holzgas ist
aufwendig zu reinigen.
-> Dauerbetrieb mit geringem Personalaufwand ist sicher zu stellen.
-> Einfache Bedienung für Jedermann. Vergleichbar zum heutigem Automobil

Ausblick

Ein Holzvergaser, Dauerlauf Tauglichkeit vorausgesetzt, lässt sich bei einen Strompreis von ca. ,20 Euro wirtschaftlich Betreiben. Dabei haben Strom,- und Rohstofferzeuger Ihr auskommen. Anlagen mit Leistungen 30 kw elektrisch und 50 kw Wärme sind in der Lage dezentral weltweit Dörfer und Bauerhöfe zu versorgen. Das elektrische Netz ist vorhanden. Leicht lässt sich damit Vorort gewonnener Strom um Verbund transportieren und ausgleichen.

Unser Ansatz
Unser Weg ist es, einen bestehenden Holzvergaser von einen Herrn Joos entwickelt zu nehmen. Herr Joos kann bereits nachweisen, das der den Prozess Holzvergasen ohne Teerbildung im Griff hat. Zusammen mit Herrn Joos werden wir, die Spanner RE² und weiter Firmen das Produkt Marktreif entwickeln. Dazu werden wir auch das Projekt über eine Internetplattform alle zugängliche machen. Ähnlich wie Linux oder Wikipedia streben wir für gewisse Problemfelder einen Netzentwicklung an. Dabei kann der Nutzer den Holzvergaser im Testbetrieb sehen. Wichtige Werte wir sind für Ihn ersichtliche. Problemstellungen werden von uns ins Netz gestellt. Lösungen aus dem Netz werden an der Versuchsanlage umgesetzt. Damit ist der User teil der Entwicklungen.